|
Die Zeitrechnung entspricht dem mittelländischen Kalender (Realjahr - 800)
900
Eine Gruppe von Piraten
wurde erstmals auf eine verlassene Ruinenstadt aufmerksam, welche
durch ihre ungewöhnliche Lage das Interesse noch steigerte. Diese
Ruinenstadt war von der Seeseite her fast nicht erreichbar, da
unzählige Riffe und Sandbänke noch heute das anlaufen des
Hafens zu einem lebensgefährlichem Unterfangen machen. Von
der Landseite her umgibt ein ringförmiges Gebirge die Stadt
und nur ein einziger Pass lässt einen Weg in den Rest der
Wilden Lande frei. Durch diese einzigartige Lage war der Ort der
ideale Platz für die Beutezüge der Piraten. Als sie
dann, mit schweren Schäden an ihren Schiffen die Küste
vor der Stadt erreichten, sahen sie dort einen Uralten Elfen sitzen,
der eine Pfeife mit Rauschkraut rauchte. Aus den Rätseln des
Elfen bildete sich dann der Name TELNARON, diesen Namen
trägt die Stadt noch heute. Als dann die Stadt zum ersten male
betreten wurde, waren die Piraten überwältigt.
Überall in den Straßen lagen Goldmünzen und Edelstein
und die Reichtümer der ehemaligen Bewohner lagen in den
verfallenen Häusern. Daraus Leiten sich noch heute die
Sprichwörter „In Telnaron liegt das Gold auf den
Straßen” und „Telnaron sehen und sterben”
ab. Letzteres ist darauf zurück zuführen das man sich
um das Gold, obwohl es in Massen vorhanden war, bis auf den
letzten Blutstropfen stritt.
901
Drei Piratenbrüder
mit Namen de Lemir ergreifen das Kommando und bringen Ruhe in das
blutige Ruinendorf. Das war die Geburtsstunde des Rates der Drei
zu Telnaron.
923
Der älteste der
Brüder de Lemir stirbt mit einem Dolch im Rücken. Die
offizielle Version ist Selbstmord.
930
Der jüngste der Brüder stirbt in Telnaron an Sumpffieber.
935
Alfonso de Lemir erklärt
die ältesten Söhne seiner beiden Brüder zu deren
Nachfolgern und gründet mit ihnen den Rat der Drei zu
Telnaron. Von nun an gibt es ein per Dekret geregeltes
Nachfolgerecht.
958
Alfonso de Lemir stirbt im hohen Alter von 86 Jahren an einer Lungenentzündung. Ganz Telnaron trauert.
960
Telnaron zählt seinen
2.500 Einwohner. Gerüchte über den Reichtum der Stadt
ziehen durch die ganzen Mittellande und immer mehr zwielichtiges
Volk siedelt sich in Telnaron an.
961
Ein großer Stadtbrand im Hafenviertel Telnarons fordert über 500 Tote.
987
Religiöse Fanatiker
wollen in Telnaron einen Gottesstaat ausrufen und bringen ihren
Gott zu ehren Blutopfer. Da die versprochene Wunder ausbleiben
werden sie von der aufgebrachten Bevölkerung gesteinigt.
999
Ein Orden von
Schwarzmagier entdeckt das Menschenpotential in Telnaron und
versucht es für sich zu nutzen. Durch ein mächtiges
Ritual versuchen sie sich unsterblich zu machen und
ziehen im glauben das Ritual sei geglückt durch
die Straßen Telnarons und stellen sich dem Rat und
seinen Leuten entgegen. Sie werden vernichtet geschlagen.
1001
Der Rat setzt ein Kopfgeld auf Magier aus und hunderte von Magiern werden nach Telnaron entführt.
1004
In diesem Jahr wird
offiziell bekannt, dass die Magier bei aufwendigen Versuchen
herausgefunden haben, das in Telnaron und im nahen Umland bis zum
Gebirge absolut keine Magie wirkt.
1025-1027
Aggressive Ork und
Goblinstämme ziehen im Verbund durch den Pass und
plündern Teile Telnarons. In den Wintern 1026 und 1027
herrscht großer Hunger und Teile der Bevölkerung
verhungern. Die Orks und Goblins verlassen den Talkessel von Telnaron.
1029
Der Rat entschließt sich
um die Bevölkerung zu beruhigen eine weit vorgelagerte
Stadtmauer zu bauen. Gleichzeitig wird ein kleiner Truppenverband
aufgestellt um Vergeltungsmaßnahmen gegen die Orks
durchzuführen.
1035
500 Goblinoide werden in Telnaron hingerichtet.
1048
Telnaron zählt über 5.000 Einwohner, Hunger und Seuchen drohen.
1049
Um den Chaos in den
Straßen Herr zu werden, führt der Rat Militär und
Ämter ein. Die Bezirke innerhalb der ersten Stadtmauer werden
für Ratstreue Einwohner geräumt.
1050
Der Kapitänszehnt, Steuern und das erste Ständesystem wird eingeführt.
1051
Das erste telnaronsche
Strafgesetzbuch wird eingeführt, Goblinoide und andere nicht
Humanoide Rassen haben keine Rechte mehr.
1053
Durch ein Handelsschiff aus
dem Süden kommt das Zuckerrohr nach Telnaron. Nach kurzem
erkennt der Rat das große Potential der Pflanze und legt
neben der alten Kulturpflanze Rauschkraut, nun auch riesige
Zuckerrohrplantagen an. Die dazu benötigten großen Mengen an
Arbeitskräften werden von Sklavenjägern herbeigeschafft.
1055
Das zweite Telnaronsche Gesetzbuch wird eingeführt, es regelt den Handel und die Finanzen.
1067
Der Adel wird in Telnaron eingeführt. Mit ihm sind grundsätzlich alle Ämter in Telnaron verbunden.
1070
Durch die stark wachsende
Bevölkerung und das daraus resultierende Problem
der Rechtsprechung, wird der Rat gezwungen den Bürgerstand
und das Bürgerrecht in Telnaron einzuführen.
1074
Die neue Stadtmauer ist
fertiggestellt. Bereits während der Bauphase siedelten sich die
ersten Armenviertel am Rande der Mauern an.
1083
Die Cholera wütet in
Telnaron und fordert viele hundert Menschenleben. Für die
Toten wird die Seebestattung eingeführt, da die Friedhöfe zu
klein sind. Leider resultiert daraus eine Haiverseuchung vor
Telnarons Küste.
1085
Der Rat stellt große
Finanzielle Mittel zum Bau eines Kanalisationssystems zu
Verfügung. Damit wird den Seuchen innerhalb der Stadtmauern
Einhalt geboten.
1100
Telnarons 10.000 Einwohner wird geboren.
1107
Im Norden der Wilden Lande
brechen die dreißigjährigen Orkkriege aus. Menschen und
andere Humanoide flüchten in ein „goldenes“ Telnaron.
1137
Die dreißigjährigen
Orkkriege haben ein Ende gefunden. Telnarons Bevölkerung ist in 30
Jahren auf 17.000 angewachsen.
1149
Der Telnaronsche Rum hat
eine nie erwartete Qualität und Beliebtheit erreicht, so das
der Rat damit beginnt die Plantagen zu erweitern und im
großen Umfang Rum zu brennen.
1160
Parasiten befallen die
Zuckerrohrplantagen und es gibt eine Missernte. Das Volk wird
aufständisch nachdem die Reserven des sedierenden Rums zur
neige gehen.
1162
Die Alchemisten werden der Parasitenplage endlich her und der Zuckerrohr wächst wieder im vollem Umfang.
1178
Die Intellektuelle
Gesellschaft Telnarons entwickelt die These, dass das niedere
Volk die gleiche Rechte, wie der Adel haben müsse.
1179
Aufgrund einer
Bevölkerungszahl von 20.000 bricht ende des Jahres eine
Hungersnot aus. Der Rat und Teile des Adels feiern berauschte
Feste, während das Volk hungert. Als erste Hungernde sich
vor den inneren Stadttoren drängen, sagt einer der Adelige
in einem Anflug von Arroganz: „Wenn das Volk kein Brot hat,
dann soll es eben Kuchen essen“. Die darauf folgenden
Ausschreitungen lässt der Rat blutig niederschlagen.
1180
Die oberflächliche
Ruhe trügt, Teile des Adel haben sich zu einer
Widerstandsbewegung zusammengeschlossen und bereiten heimlich den
Sturz des Rates vor. Das Volk hungert.
1182
Durch lange Hand
vorbereitet, beginnt in Telnaron ein Bürgerkrieg
aufständischer Aristokraten, unter Führung von Roberto
Pierre de Bastilliano, gegen die ratstreuen Truppen. In Telnaron
herrscht zwei Jahre lang der Ausnahmezustand und großer
Hunger.
1184
Durch Unterwanderung der
Aufständischen Truppen gelingt es dem Rat einen grossteil der
Führer des Aufstandes gefangen zu nehmen der Rest starb
durch die hand der Unterwanderer. Beim anschließenden
Schauprozess sind Tausende auf dem großen Marktplatz
zugegen. Die Hinrichtungen werden noch am gleichen Abend unter des
Volkes Beifall ausgeführt. Nach dieser „schwarz-roten
Nacht“ wird vom Rat ein neuer Titel, der des Chevaliers und
eine neue Garde eingeführt, welche ausschließlich aus
den loyalsten Hauptmänner der Ratsgarde besteht. Diese
„Schwarz-Rote Garde“, ausschließlich Chevaliers,
hat die Aufgabe die unbedingte Loyalität eines jeden
Marquis, Vicomte und aller anderen Bürger Telnarons sicher
zu stellen.
1185
In Telnaron geht eine
furchtbare Angst vor der „Schwarz-Roten Garde“ um.
Dutzende von einflußreichen Persönlichkeiten und
Kollaborateuren sterben, nachdem sie Post mit einer Schwarzroten
Nelke bekommen haben. Exakt eine Woche nachdem der Brief sie erreicht
hatte, wurden die Personen, ihre Familie und ihre Freunde Tod
aufgefunden. Die „Schwarz-Rote Garde“ bezeichnete
dies als notwendige Säuberungsaktion, um den Ratstreuen
Bürgern Telnarons eine friedliche und ruhige Zukunft
gewährleisten zu können.
1192
Nachdem in den letzten
sieben Jahren viele hohe Posten neu besetzt werden mußten,
hat sich in Telnaron die Weisheit: „Schwarz und Rot bald bist du
Tod“ durchgesetzt. Der Führer der „Schwarz-Roten
Garde“ Grandchevalier Hernando Cameron de Sauteront sagte zu den
Ereignisse der letzten sieben Jahre: „Wissen ist Macht und
wir wissen alles“.
1195
Anfang des Jahres gibt der
Rat bekannt, dass die Jahre der Furcht nun ein Ende haben und die
„Schwarz-Rote Garde“ bei nächster Gelegenheit
aufgelöst werden soll. Dazu kommt es jedoch nicht, da Ende
des Jahres 1195 in den Straßen wieder Unruhe herrscht. Am
Morgen nach einem großen Festbankett werden alle drei
Ratsmitglieder sterbend in ihren Betten aufgefunden. Nach
Durchsuchung der Ratsunterlagen standen die Nachfolger umgehend fest.
Der Leibarzt sollte nach diesen gefälschten Urkunden der
alleinige Nachfolger aller Drei Ratsmitglieder sein. Grand
Chevalier de Sauteront ordnete eine genaue Untersuchung an, bei
er herauskam, das der Leibarzt die Unterlagen gefälscht hatte. Die
echten Urkunden kamen bei der Untersuchung zu Tage. Die
Nachfolger wahren demnach: Marquis Protecteur de Cortez, Marquis
Confident de Santini und Grand Chevalier de Sauteront.
1196
Der neue Rat beschließt
die Abschaffung einer Rangstruktur bei der Schwarz-Roten Garde.
Damit untersteht die Schwarz-Rote Garde direkt dem Rat. Der Titel
Grand Chevalier wird abgeschafft.
1197
Erste Bemühungen um Diplomatische Beziehungen mit Iskalien und angrenzenden Ländern.
1198
Vertiefung der
Diplomatischen Beziehungen zu Heligonia und Aufnahme von
Handelsbeziehungen mit Iskalien. Iskalien entpuppt sich schon bald
größter Abnehmer für Sklaven. Gegen Ende des
Jahres hat Telnaron mehr als 25.000 Einwohner.
1199
Nach einem Aufstand Anfang
des Jahres, welcher von Religiösen Eiferern angestachelt
wurde, erlässt der Rat in Telnaron ein absolutes
Religionsverbot. Alle Religionen werden seit dem auf
Ratsverträglichkeit überprüft Der Rat ruft die
„Telnaronsche Gerüchtekontrolle“ ins Leben
welche vorerst halbjährlich erscheinen soll, um
bösartigen Gerüchten in Telnaron den Nährboden zu
entziehen.Unter dem Motto„Der Rat gibt Zukunft“
bringt der Rat viele innovative Ideen zur Steigerung des allgemeinen
Wohlstands in Telnaron auf den Weg. In Darian einer heligonischen
Provinz, wird in der Küstenstadt Darbor ein permanenter
Handelskontor errichtet, welches kurze Zeit später durch
einen Brandanschlag zerstört wird. In der heligonischen Hauptstadt
Escandra wird eine Botschaft Telnarons eingeweiht.
1200
In Telnaron wird die
Südhanse gegründet. Zu ehren des dreihundert
jährigen Bestehens Telnarons gibt der Rat ein riesiges Fest
auf dem der Adel sich selbst feiert. Ehrengast zu diesem Anlass
ist der Fürstbischof von Friedland, welcher auch die
Eheschließung des Vicomte de Vil vollzieht. Das Ausland
bekommt tiefe Eindrücke aus Telnaron und ist sichtlich
angetan von der telnaronschen Kultur. Die Chevaliers gewinnen
durch Verschwörung und dem Mittel der Angst immer mehr an
Macht. Die Beziehungen zu Heligonia geraten in eine schwierige Zeiten.
Heligonia besetzt eine seit Urzeiten von Telnaronschen
„Seefahrern“ als Stützpunkt für
„Handelsfahrten“ genutzte Insel vor der Küste
Heligonias.Flottenverbände aus Heligonia und Telnaron stehen
sich Tagelang vor der Insel gegenüber. Keiner macht den
ersten Schritt. Schließlich gibt Telnaron nach um einen Krieg zu
Vermeiden. Das erste Edikt der Geheimloge eins taucht auf. Diese
Organisation hat sich zum Ziel gesetzt den Politischen Umsturz.
Die Mitglieder sind ungekannt, sie drohen jedoch mit
Anschlägen auf die Schwarz-Rote Garde.
1201
Telnaron zittert unter dem Druck
der Schwarz-Roten Garde, man vertraut niemandem; Ausgangssperre und
Passierscheine bringen das öffentliche Leben fast zum
erliegen. Jeder ist verdächtig ein Mitglied der Geheimloge Eins zu
sein, besonders nachdem sie ihre Drohungen in die Tat umgesetzt
haben und Chevaliers ermordet wurden. Auf dem Zweiten
Telnaronschen Adelstag unternimmt die Geheimlogge Eins einen
Anschlag auf die Chevaliers der Schwarz-Roten Garde. Die
Zustände verschlimmern sich immer mehr. Schließlich
kommt es zur Befreiung Telnarons.
zurück
|